Eröffnung

Bei fehlerfreiem Spiel beider Parteien muss die Schachpartie remis ausgehen. Eine gewonnene Partie ist immer auf einen entscheidenden Fehler der mattgesetzten Partei zurückzuführen. Die folgende Zusammenstellung von Merksätzen stellt eine grobe Maßgabe dar, nach der das eigene Spiel ausgerichtet werden kann. Aber Vorsicht: Sie ist nicht ultimativ – je nach Situation kann es gar geboten sein, gezielt gegen den ein oder anderen Punkt zu verstoßen. Viel Erfolg!

• Rasche Entwicklung der Figuren (Bauern im bzw. nahe dem Zentrum, Leichtfiguren Springer und Läufer, Rochade etc.).
• Kontrolle des Zentrums (dem Gegner nicht freiwillig überlassen).
• Mache nur Bauernzüge, die erforderlich sind um...
- Linien für Figuren zu öffnen,
- die Beweglichkeit des Gegners einzuschränken,
- das Zentrum zu beherrschen (bspw. keine „Angstzüge“ mit Randbauern).
• Wähle bei der Entwicklung einer Figur den Platz, von dem aus sie...
- bei der Kontrolle der zentralen Felder des Bretts hilft,
- so viele Felder wie möglich betreten kann,
- nicht durch einen Entwicklungszug vertrieben werden kann (z. B. „Führe die Dame nicht zu früh auf die Gasse.“).
• Stelle sobald wie möglich die Verbindung der Türme her.
• Lass Dir die Rochade nicht verderben.
• Ziehe eine Figur in der Eröffnung nicht mehr als einmal, es sei denn, der zusätzliche Zug...
- bringt sie auf ein Feld, das sie im frühen Mittelspiel auf jeden Fall erreichen wollte,
- ist erforderlich, um einem speziellen Angriff zu begegnen,
- führt zu einem klaren Vorteil an Material oder Stellung infolge eines schwachen gegnerischen Zuges.
• Greife nicht vorzeitig an.
• Spiele in der Eröffnung nicht auf Bauerngewinn (Gambitbauer halten?).
• Gib keine Figur mit mehr Tempi (Zügen) für eine mit weniger Tempi.
• Erst drei Tempi rechtfertigen ein Gambit.